Einführung: Warum Kartoffeln zu Unrecht unterschätzt werden
Kartoffeln – kaum ein anderes Lebensmittel wird so oft missverstanden. Viele glauben, sie seien Dickmacher oder ungesund, weil sie „zu viele Kohlenhydrate“ enthalten. Aber stimmt das wirklich?
In Wahrheit steckt in der bescheidenen Knolle weit mehr, als man denkt. Sie ist nährstoffreich, vielseitig, und – Überraschung – kalorienarm, wenn man sie richtig zubereitet.
Was sind Kartoffeln eigentlich?
Kartoffeln sind Nachtschattengewächse, genau wie Tomaten oder Paprika. Ursprünglich stammen sie aus Südamerika, wo sie schon vor über 7.000 Jahren angebaut wurden. Heute sind sie weltweit Grundnahrungsmittel – von Europa bis Asien.
Sie bestehen zu rund 80 % aus Wasser und enthalten wertvolle Mineralstoffe, Ballaststoffe und Vitamine. Kein Wunder also, dass sie früher als „Brot der Armen“ galten – günstig, sättigend und gesund.
Kartoffeln Kalorien – Der Überblick
Lass uns gleich zu den Zahlen kommen:
Eine gekochte Kartoffel (100 g) hat im Schnitt nur etwa 70–80 Kalorien. Damit ist sie deutlich kalorienärmer als Reis oder Nudeln!
| Zubereitung | Kalorien pro 100 g |
|---|---|
| Gekocht | 70–80 kcal |
| Gebacken (ohne Fett) | 90–100 kcal |
| Bratkartoffeln (mit Öl) | 150–200 kcal |
| Pommes Frites | 300–400 kcal |
Wie du siehst, hängt der Kaloriengehalt stark davon ab, wie du sie zubereitest. Das Fett beim Braten oder Frittieren macht hier den größten Unterschied.
Nährwerte im Detail: Mehr als nur Stärke

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Kartoffeln bestehen nicht nur aus Kohlenhydraten. Sie enthalten:
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Ballaststoffe, die lange sättigen
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Vitamin C, das Immunsystem stärkt
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Kalium, wichtig für Muskeln und Blutdruck
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Vitamin B6, das den Energiestoffwechsel unterstützt
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Magnesium, gut für Nerven und Muskeln
Klingt fast wie ein Multivitaminpräparat, oder? Tatsächlich liefern 200 g Kartoffeln etwa ein Drittel des täglichen Vitamin-C-Bedarfs.
Kalorienunterschiede zwischen Kartoffelarten
Nicht alle Kartoffeln sind gleich. Es gibt verschiedene Sorten – festkochend, vorwiegend festkochend und mehligkochend.
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Festkochende Sorten (z. B. Nicola, Sieglinde): Ideal für Salate, behalten ihre Form.
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Vorwiegend festkochende (z. B. Laura, Belana): Allrounder für fast alles.
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Mehligkochende (z. B. Adretta): Perfekt für Püree oder Suppen.
Kalorienmäßig liegen alle relativ nah beieinander – der Unterschied liegt eher in Textur und Geschmack.
Gekocht, gebraten, gebacken – Zubereitung macht den Unterschied
Wie du deine Kartoffeln zubereitest, entscheidet über ihren Nährwert.
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Kochen: Die beste und kalorienärmste Variante.
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Backen: Noch immer gesund, solange kein Fett zugesetzt wird.
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Braten oder Frittieren: Hier steigt der Kaloriengehalt deutlich.
Ein Tipp: Wenn du gekochte Kartoffeln abkühlen lässt und später kalt isst (z. B. im Salat), bildet sich resistente Stärke, die wie Ballaststoff wirkt – gut für die Verdauung und sogar kalorienärmer verwertbar!
Kartoffeln und Abnehmen – passt das zusammen?
Viele Diäten verbieten Kartoffeln – völlig zu Unrecht!
Kartoffeln machen schnell satt, haben eine geringe Kaloriendichte und liefern langsam verwertbare Energie.
Wenn du sie nicht in Öl ertränkst oder mit Butter und Sahne kombinierst, sind sie perfekte Begleiter zum Abnehmen.
Der glykämische Index und was er wirklich bedeutet

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Vielleicht hast du schon mal vom glykämischen Index (GI) gehört. Er zeigt an, wie schnell und stark ein Lebensmittel den Blutzuckerspiegel in die Höhe treibt.
Kartoffeln haben auf dem Papier einen relativ hohen GI – aber:
👉 In der Praxis hängt er stark von Zubereitung und Beilagen ab.
Kalte Kartoffeln, z. B. im Kartoffelsalat, haben einen viel niedrigeren GI, da sich durch das Abkühlen resistente Stärke bildet.
Kartoffeln vs. andere Kohlenhydratquellen
Wie schlagen sich Kartoffeln im Vergleich zu Reis, Nudeln oder Brot?
| Lebensmittel | Kalorien pro 100 g | Kohlenhydrate | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Kartoffeln (gekocht) | 70–80 kcal | 15–17 g | Viel Vitamin C |
| Reis (gekocht) | 130 kcal | 28 g | Wenig Ballaststoffe |
| Nudeln (gekocht) | 130 kcal | 27 g | Wenig Mikronährstoffe |
| Brot | 250 kcal | 50 g | Hohe Energiedichte |
Kartoffeln sind also die leichteste und nährstoffreichste Kohlenhydratquelle – perfekt für alle, die auf ihre Figur achten wollen.
Gesundheitsvorteile von Kartoffeln
Kartoffeln haben erstaunlich viele positive Effekte:
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Sättigend: Wenig Kalorien, viel Volumen.
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Verdauungsfördernd: Dank Ballaststoffen.
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Entzündungshemmend: Durch sekundäre Pflanzenstoffe.
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Blutdrucksenkend: Wegen des hohen Kaliumgehalts.
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Gut für Haut und Nerven: Wegen Vitamin B6 und C.
Die häufigsten Mythen über Kartoffeln
❌ „Kartoffeln machen dick.“
➡️ Nur, wenn du sie in Fett tränkst!
❌ „Kartoffeln haben zu viele Kohlenhydrate.“
➡️ Sie enthalten komplexe Kohlenhydrate, die lange Energie liefern.
❌ „Kartoffeln sind leer an Nährstoffen.“
➡️ Falsch – sie sind eine wahre Nährstoffbombe!
Wie du Kartoffeln gesund zubereiten kannst

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Hier findest du ein paar einfache Tricks, um das volle Potenzial deiner Kartoffeln auszuschöpfen.
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Mit Schale kochen: So bleiben Vitamine erhalten.
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Dämpfen statt frittieren: Spart Fett und Kalorien.
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Kräuter statt Butter: Verwende frische Petersilie, Schnittlauch oder Rosmarin.
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Abkühlen lassen: Für resistente Stärke und weniger Kalorien.
Portionen und Ernährungstipps für den Alltag
Wie viel ist zu viel?
Eine Portion von etwa 150–200 g gekochten Kartoffeln ist ideal als Beilage.
Wenn du sie mit magerem Eiweiß (z. B. Fisch, Hühnchen, Quark) und Gemüse kombinierst, hast du eine ausgewogene, kalorienbewusste Mahlzeit.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
1. Wie viele Kalorien haben 3 gekochte Kartoffeln?
Etwa 200–240 Kalorien, je nach Größe.
2. Sind Kartoffeln besser als Reis beim Abnehmen?
Ja, weil sie weniger Kalorien und mehr Nährstoffe enthalten.
3. Welche Kartoffelsorte ist am gesündesten?
Festkochende Sorten wie „Nicola“ oder „Belana“ sind ideal – sie haben weniger Stärke und behalten Nährstoffe besser.
4. Kann man abends Kartoffeln essen?
Absolut! In moderaten Mengen sind sie leicht verdaulich und fördern sogar guten Schlaf dank ihres Kaliumgehalts.
5. Warum sollte man Kartoffeln abkühlen lassen?
Beim Abkühlen entsteht resistente Stärke, die die Verdauung verbessert und den Kaloriengehalt senkt.
Fazit: Warum Kartoffeln auf keinen Fall fehlen sollten
Kartoffeln sind viel besser als ihr Ruf! Sie sind kalorienarm, nährstoffreich, vielseitig und unterstützen sogar beim Abnehmen.
Wenn du sie klug zubereitest – also gekocht, gebacken oder abgekühlt – werden sie zu einem echten Superfood auf deinem Teller.





